dr. delay deep in the Rain

Ein von Discmania gesponsorter Bericht über die City Nord Open am 25.05.2013

Er fing um 9:25 Uhr an und hörte um 18:40 Uhr auf. Und schon wetteronline.de hatte selbigen am Vortage nachhaltig und sogar farblich untermalt angedroht, sogar ein Upgrade von zwei auf drei Tropfen für den Nachmittag angeboten. Die gebeutelten, tapferen Recken (und Reckinnen) nahmen an und das Elend nahm seinen Lauf.

Ja, liebe Leserschar, es ist so wie es ist: So richtig hat es nach vielen nassen Stunden keinem mehr Spaß gemacht, alle wollten fertig werden. Ein wenig wie mit der Mutti zu Hause. Da müht man sich Viertelstunde um Viertelstunde ab und am Ende ist die Holde längst eingeschlafen – aber das darf auch nur hier und nicht etwa in anderen DiscGolf-Medien verbreitet werden.

Simon im Schacht

Slim Sim im Schacht

Der Dauerregen vergangenen Samstag war einfach Scheiße und in meinem 2017 erscheinenden Buch: „Das große Lexikon des Regens“ könnte bei Bedarf nachgelesen werden, dass mindestens vier verschiedene Regenarten durch den Tag lang angeboten wurden: Hamburger Nieselregen, Holsteinischer Landregen, Nebenpommerscher Fiesregen und Ätzpladder.

Umso beeindruckender waren die Ergebnisse der fast 90 Spieler, die immerhin aus drei Ländern kamen (D, FIN und natürlich uns aller „Ave“ aus den USA), dem Nass von oben tapfer trotzten und zahlreiche Unter-Par-Leistungen erzielten. Allen voran natürlich Slim Simon Lizotte, der freilich durch seine Windschnittigkeit auch generell wenig Regentropfen die Chance gab, ihn überhaupt zu treffen. Tandoori Chicken Simon, wie er von keinem seiner Freunde sonst genannt wird, konnte sogar im Keller eines anliegenden Stundenhotels stehen und noch so tun, als würde er blöde grinsen. In Wirklichkeit konzentrierte er sich und parkte die Scheibe selbst aus dieser Kackposition. So geht Überlegenheit – sensationell !

Überraschend stark dann der aufdringlich sympathische Michael Rollnik, der sich letztlich nur um einen popeligen Wurf geschlagen geben musste, sich nun aber Weltmeisterbesieger auf den Wurfarm tätowieren lassen will. (Rolli, warum hast Du immer noch gute Laune gehabt, obwohl Du um einen Matschwurf gegen Simon verloren hast? Was ist Dein Geheimnis? Johanneskraut?)

Ave war es einfach zu kalt und zudem lag seine Regenjacke in Greg´s Auto, der ihm wahrheitswidrig versprochen hatte: It never rains in Southern City Nord. So gemein –gleichwohl hat jeder Disc Golfer selbst schuld, wenn er Avery Jenkins nicht wenigstens mal zuschaut oder an seinen Clinics teilnimmt.

Auf den Plätzen dann Nico Unaussprechlich und Markus Koch, über die der Unterzeichner wenig Gutes berichten kann, aber eben auch nichts Schlechtes – im Platzregen wurde einfach nicht mehr viel gesprochen. Aber ich glaube, dass es sich bei beiden nicht nur um gut aussehende sondern auch um nette und vor allen Dingen talentierte Spieler handelt.

Bei den Masters ging es dann ähnlich knapp daher und einmal mehr blieb dem langjährigen dr.delay-Vertrauten O. Schacht der verdiente Sieg vergönnt. Er musste ihn Olli Möllemann, der nach unbestimmten Gerüchten tatsächlich Oliver heißen soll, überlassen, der aber auch ganz ok ist. Überhaupt finde ich fast alle nett – außer einem gewissen Spieler aus Holland, der immer doofe Facebook-Posts über dr.delay anbietet und alle DiscGolf-Regeln auswendig kann, weil er angeblich sonst nichts zu tun hat. Ich sach nich wer es is, aber wer es als erster errät, bekommt meine gebrauchten Holzschuhe und verwelkten Stoff-Tulpen.

Die Grandmaster Division wurde von dr.delay´s Zwillingsbruder Peter R. Müller dominiert; das R steht übrigens für Rock´n Roll.

Die Junioren waren auch da, da aber keiner von diesen Bagaluten dr.delay ordentlich die Hand gegeben und Guten Tag gesagt hat, wird nur erwähnt, dass Torben Casser vor Carl Rose und Keanu Reeves-Buck gewann, wobei der letzte Namenswitz bestimmt voll uralt ist, oder?

Kommen wir zu den Girls, auch Damen genannt: Spannender ging es nicht, denn Karena Witt gewann erst an der zweiten Bahn im Stechen vor Dana Jung, welches wetterbedingt als CTP gespielt wurde. Es war ein harte Entscheidung für die Amazonen, aber der namentlich nicht zu nennende Assistent des TD entschied sich für diese spieldauerfreundliche Variante und das durfte er auch. Bezeichnend, dass wieder keine der Damen dem Charme dr.delays erlag, was bei zukünftigen Turnieren noch genauer zu untersuchen sein wird.

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And the winners are: – wet!

Und wie spielte nun dr.delay? Jedenfalls nicht zu Ende und belassen wir es bei der offiziellen Version, die da lautet: Verletzung – schon um zu vermeiden, dass der Unterzeichner dieser informativen Zeilen noch mal so richtig schlechte Laune bekommt und Frau und Kind verkloppt.

Zu erwähnen ist noch, dass die Organisation nahe an der Perfektion war, dass http://www.die-waescherei.de/ uns nicht nur netter Weise noch fehlende Körbe gesponsort hatte sondern auch ein prima Mittagessen anbot. In Funktionskleidung saßen mehr als 80 DiscGolfer auf der überdachten Terrasse auf Designer-Gartenmöbeln. Lässig! (Wobei ich es erstaunlich finde, wie viele Nichtfunktionskleidungsträger dann doch noch mitgespielt und sogar durchgehalten haben.)

Fazit. Irgendwie ist es bei uns in HH an DiscGolf-Turniertagen wettermäßig immer ungelungen, aber wir geben die Hoffnung für die Zukunft nicht auf und mehr Spannung war eigentlich nicht möglich. Nur schade, dass dies keiner so richtig mitbekam. Ihr müsst also wiederkommen …

dr.delay
Hamburg, mai 2013

dr. delay auf youtube erleben: http://www.youtube.com/user/DiscGolfClubHamburg

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